Jade Regent

Die Reise nach Westen I

In den unruhigen Zeiten, da der Thron des Drachenreichs von Minkai in die Hände despotischer Herrscher gefallen war, mussten vier junge Abenteurer vom anderen Ende der Welt ihre Heimatstadt, wo sie so manche tolle Streiche gespielt hatten, für immer verlassen. Wie beides zusammenhängt, sollte ihnen in der Stunde des Abschieds noch nicht gegenwärtig sein und auch der werte Leser dieser Zeilen wird sich noch einige Seiten lang gedulden müssen, bis die Fäden zu einem Muster gewebt sein werden.
Es begann als Ameiko Kaijitsu, die Nichte des unlängst verstorbenen Lonjiku Kaijitsu, ihre vier Cousins in ihrem Gasthaus versammelte und ihnen eröffnete, dass die Spiele der Jugend jetzt ein Ende haben müssen und es an der Zeit sei, erwachsen zu werden. Dies verkündete sie nicht ohne Grund, war doch der schlechte Mönch Lu Kaijitsu ein notorischer Trunkenbold und Vielfraß, sein Bruder Ionacu Kaijitsu ein Schürzenjäger und sein Cousin Ese Sun ein Tunichtgut und Dilettant. Einzig die kürzlich herbeigereiste Schwester Kai Kaijitsu hatte es bereits zu etwas gebracht, wofür ihr Leben in der Fremde nicht unerheblich gewesen sein dürfte.
Ameiko hieß die vier, sich um ihre Heimatstadt verdient zu machen und die Goblins aus dem nahe gelegenen Salzstengelsumpf zur Rechenschaft zu ziehen. Diese malträtierten die Reisenden seit geraumer Zeit mit gefährlichen Feuerwerkskörpern und machten so die Wege rund um Sandspitze unsicher. Ameiko wollte ihren Sipplingen zwar durchaus eine Lektion erteilen, doch wollte sie sicherlich nicht, dass ihnen Unheil geschähe. Daher verpflichtete sie die im Dorf bekannte Waldläuferin Shalelu dazu, auf ihren Anhang acht zu geben.
Mit raschen Schritten zogen die vier Kaijitsu Geschwister mit ihrer Beschützerin davon und betraten alsbald den nahegelegenen Sumpf. Es dauerte nicht lange, da hatten sie das Dorf der Goblins ausfindig gemacht und konnten sich das erste Mal als echte Helden beweisen. Sie erteilten den Feuerteufeln eine ordentliche Lektion, während Shalelu dem Treiben zuschaute, bereit einzugreifen sollte das ganze außer Kontrolle geraten. Neugierig darauf, wie solch einfach gestrickte Kreaturen wie Goblins an Feuerwerk geraten konnten durchsuchten die Abenteurer die Lagerhäuser der Geschöpfe und wurden alsbald fündig. Ein Fächer aus Elfenbein war den Kreaturen irgendwie in die Hände geraten und darauf war ein versteckter Ort im Sumpf markiert. Von Entdeckerdrang gepackt zogen Lu, Kai, Ionacu und Ese weiter und erreichten alsbald eine Höhle in den Klippen. Shalelu hieß ihnen Acht zu geben und Vorsicht walten zu lassen, doch die vier riefen: „Nun, da wir hier sind wollen wir auch das ganze Geheimnis erfahren“ und schritten mutig voran. Tief in der Grotte entdeckten sie schließlich eine alte aus dunklem Kirschholz gefertigte Truhe, die schon seit vielen Jahrzenten hier im Sand ruhen musste. Auf der Truhe saß, wie zur ewigen Wache bereit, ein Skelett in voller Rüstung. Ionacu war am vorwitzigsten und schritt nahe an den Toten heran und berührte ihn an der Stirn. Welch ein Graus, als dieser plötzlich aus seiner Ruhe erwachte und sich erhob. Anstelle von Augäpfeln brannten blaue Flammen in den leeren Augenhöhlen des Kriegers. Er deutet mit einem skelettierten Finger auf den im Schrecken erstarrten Ionacu und schleuderte ihm eine Herausforderung in einer unbekannten Sprache entgegen. Schnell sprangen die kriegerische Kai und der listige Ese Sun herbei und hieben von beiden Seiten auf den Untoten ein, gerade zur rechten Zeit, sonst wäre es Ionacu wohl übel ergangen. Nachdem der Wächter überwunden war, wurde es Lu bang im Herzen, wusste er doch, dass vor vielen Jahrzehnten große Teile der Familie bei einem Schiffsunglück starben und der Großvater Rokutso seither nie mehr gesehen ward. Nicht, dass sie gerade dem Geist des Ahnherrn ihrer Familie begegnet waren und diesen saftig verprügelt hatten! Lu sollte mit seiner Vermutung nicht richtig aber auch nicht vollständig falsch liegen, denn die Truhe auf der der Krieger saß, enthielt tatsächlich einen Brief ihres Großvaters, der sich an ihren Vater Lonjiku richtete.
Die vier Geschwister drängten sich um Lu während er vorlas, was ihr Großvater damals zu sagen hatte. Rokutso entschuldigte sich wortreich für seine harsche Reaktion auf ein Fehlverhalten ihres Vaters, dieser hatte wohl einmal ohne zu wissen was er tat einen Blick in die Schutztruhe der Familie gewagt. Man konnte sich keinen Reim darauf machen, was er dort gesehen hatte doch es war klar, dass es Großvater erzürnte, da Lonjiku sich dadurch in Gefahr gebracht hatte. Rokutso fuhr fort zu erklären, dass er beabsichtigte die Truhe in den Gewölben unter der Festung Salzwall zu verstecken und dort gegen geheimnisvolle Feinde der Familie zu kämpfen. Erst wenn dies getan war, wollte er zu Lonjiku nach Sandspitze zurückkehren. Was wie jeder wusste nie geschehen war.
Erschüttert von dieser Enthüllung eilten die vier Gefährten zurück zu Ameiko, um der Cousine zu berichten. Schnell war man sich einig, dass man dieses Geheimnis nicht auf sich beruhen lassen konnte. Wenn schon nichts anderes, so verlangte es doch die Ehre der Familie, sich um diese Angelegenheit zu kümmern. Ameiko wusste auch schnell Rat, wie man die Sache angehen könnte, war sie doch ihrerseits die Älteste unter ihnen und hatte bereits einmal ein Leben als Abenteurerin geführt, bevor sie in Sandspitze sesshaft wurde. Es viel ihr nicht schwer ihre Beziehungen einzusetzen und der Kaijitsu Sippe einen Platz in der Karawane ihres Freundes Sandru zu verschaffen, der demnächst wieder nach Norden aufbrechen wollte. Seine Route führte mit einem kleinen Umweg in der Nähe von Salzwall vorüber. Die vier Geschwister waren begeistert von dem Plan, denn ihr Abenteuer hatte mittlerweile Lust auf mehr geweckt, zudem hatte ein jeder auch einen persönlichen Grund dazu, diese Gelegenheit war zu nehmen, um aus Sandspitze fort zu kommen.
Lu war bislang nur mäßig erfolgreiche darin gewesen, seinen Orakelspruch in die Tat umzusetzen und die Pilgerreise anzutreten die ihm große Erleuchtung verheißen hatte. Ionacu drohte in Sandspitze demnächst zum Ehemann gemacht zu werden, wurde er doch mit einer örtlichen Schönheit in eindeutiger Lage erwischt und musste der Schicklichkeit wegen der Heirat zustimmen oder mit schlimmen Konsequenzen rechnen. Ese Sun wollte ohnehin nicht das Handwerk seines Vaters übernehmen und hatte mittlerweile einen Narren an Shalelu gefressen, die ebenfalls mitkommen wollte. Kai hatte in Sandspitze dem Toten Vater die letzte Ehre erweisen können und jeder Schritt nach Norden zurück in die Lindwurmkönigreichen war für sie ein Schritt in die richtige Richtung.
So brachen die Kaijitsus früh am übernächsten Tag nach Norden auf. Auf dem Weg Richtung Salzwall konnten sie einiges über das Leben in einer Handelskarawane lernen, insbesondere Ionacu zeigte beachtliches Talent darin, die mitgeführten Waren gewinnbringend zu verkaufen. Als die Karawane sich schließlich dem seit vielen Jahren schon in Ruinen liegenden, ehemaligen Handelsposten näherte, begannen sich plötzlich seltsame Dinge zuzutragen. Von einer unerwarteten Müdigkeit ergriffen suchte Lu an einem Abend früh sein Lager auf, nur um im Schlaf wirre Dinge zu flüstern. Kai hörte ihn sprechen, doch konnte sich keinen Reim darauf machen und holte daher Ameiko herbei. Nur Ameiko hatte sich bislang die Mühe gemacht, sich mit der Sprache der alten Heimat vertraut zu machen und stellte fest, dass Lu Tien sprach. Ameiko konnte daher verstehen was gesagt wurde, was die Angelegenheit jedoch nur noch merkwürdiger machte, denn eigentlich sollte Lu natürlich gar nicht in der Lage sein in dieser Sprache zu sprechen. Die Worte die er immer wieder wiederholte lauteten folgendermaßen:

Ein Schatz liegt hinter zwei Siegeln im dritten Gewölbe verborgen.
Sei auf der Hut vor den Vögeln die fliegen wollen aber nicht können.
Ein Schlüssel ist im Besitz des Zehnhändigen, seine Furcht ist euer Verbündeter
Habt Acht vor dem gehörnten Kuckuck, suche Zuflucht in seiner Liebe.
Großvater lauert im Dunklen, doch er vergaß wer er ist.

Mit einem unguten Gefühl und trotz der Übersetzung durch Ameiko zunächst nicht viel schlauer machten sich die vier Abenteurer am nächsten Morgen auf, um ihr lange verschollenes Erbe zu erforschen.

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Welcome to your campaign!
A blog for your campaign

Wondering how to get started? Here are a few tips:

1. Invite your players

Invite them with either their email address or their Obsidian Portal username.

2. Edit your home page

Make a few changes to the home page and give people an idea of what your campaign is about. That will let people know you’re serious and not just playing with the system.

3. Choose a theme

If you want to set a specific mood for your campaign, we have several backgrounds to choose from. Accentuate it by creating a top banner image.

4. Create some NPCs

Characters form the core of every campaign, so take a few minutes to list out the major NPCs in your campaign.

A quick tip: The “+” icon in the top right of every section is how to add a new item, whether it’s a new character or adventure log post, or anything else.

5. Write your first Adventure Log post

The adventure log is where you list the sessions and adventures your party has been on, but for now, we suggest doing a very light “story so far” post. Just give a brief overview of what the party has done up to this point. After each future session, create a new post detailing that night’s adventures.

One final tip: Don’t stress about making your Obsidian Portal campaign look perfect. Instead, just make it work for you and your group. If everyone is having fun, then you’re using Obsidian Portal exactly as it was designed, even if your adventure log isn’t always up to date or your characters don’t all have portrait pictures.

That’s it! The rest is up to your and your players.

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